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Ellerhoop

 

 

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2015 wurden 666 Jahre Ellerhoop gefeiert, mehr Info

 

 

 

1999 wurde Ellerhoop 650 Jahre alt.
Das Urdorf Ellerhoop lag im heutigen Ortsteil Thiensen. 1349 wurde "Tynsen", wie es damals hieß, erstmals urkundlich erwähnt. Hier standen auf einer Anhöhe die ersten 3 Höfe des Dorfes.
 
Ellerhoop war zu dieser Zeit lediglich eine Flurbezeichnung und ein beliebter Viehrastplatz am alten Ochsenweg. Bereits um 1400 wurden auf dem so genannten "Ossenpad" die großen Ochsenherden von Jütland nach Wedel und Hamburg getrieben. Beliebt wurde bald darauf die Abkürzung durch "Tynsen" in Richtung Pinneberg. Noch 1687 passierten allein vom 2. bis 8. März 5.834 Tiere die Ellerhooper Zollstelle. Heute zeugt lediglich noch der historische Münsterhof im Arboretum von der einstigen Keimzelle des Dorfes Ellerhoop.
 
In den folgenden Jahrzehnten entstanden um den heutigen Ortskern Ellerhoop zahlreiche neue Höfe, so dass sich das Zentrum nach dort verlagerte. 1700 weist die Dorfgemeinschaft Thiensen und Ellerhoop bereits 21 Hofstellen auf, von denen sich nur 4 im Urdorf Thiensen befinden. Beide Dorfteile hatten zwar einen gemeinsamen Vogt, aber die Grenze zwischen Thiensen und Ellerhoop wurde erst nach 1790 aufgehoben. Bereits 1811 entschließt man sich, eine gemeinsame eigene Dorfschule im Ortsteil Ellerhoop zu bauen.
 
Jahrhundertelang bestimmen die eingesessenen Bauernfamilien das dörfliche Leben. Zusätzliche Einnahmequellen boten lediglich das Torfstechen im Himmelmoor und der Saisondienst als "Holthauer" im Borsteler Wohld.

 

 

Pause beim Torfabbau.

Torfstechen auf dem Himmelmoor um 1920.
Das Hochmoor hat eine Mächtigkeit von 4 m. Der Torf ist ein wichtiges Handels- und Tauschobjekt.

 

 

 

Das beschauliche Leben ändert sich erst, als um 1900 die Oha-Mühle und die neue Genossenschaftsmeierei Ellerhoop auch in den Mittelpunkt der umliegenden Gemeinden rücken und Wohlstand und Fortschritt in das Dorf bringen. Die Oha-Mühle versorgt Ellerhoops Bürger durch eine Dampfmaschine bereits 1911 mit Elektrizität. Handwerksbetriebe, Geschäfte, Gastwirtschaften und zahlreiche neue Wohnhäuser säumen bald die Barmstedter Straße. Auch die beginnende örtliche Baumschulwirtschaft schafft neue Arbeitsplätze im Ort.

 

 

 

Ackerbau ohne Maschinen.

Erntezeit um 1910.
Die Technik beginnt auch bei der Ernte Einzug zu halten.

 

 

 

1911 wird mit dem Bau einer neuen großzügigen Schule und dem Ausbau einer Turnhalle der Grundstein für das heutige Dorfzentrum gelegt.

1945/46 fanden viele Heimatvertriebene, darunter auch viele Helgoländer, in Ellerhoop eine neue Heimat und verdoppelten kurzfristig die Dorfbevölkerung.

In den Folgejahrzehnten wandelte sich das Dorf, bedingt durch die zentrale Lage im Kreis Pinneberg, mehr und mehr zu einer beliebten Wohngemeinde mit dem Flair eines "Dorfes im Grünen". Von den einstmals 30 Höfen sind nur noch 5 Vollerwerbsbetriebe übrig geblieben. Durch die kontinuierliche Ausweisung von Baulandflächen seit 1970 gelang es, den Erhalt der Schule im Dorf abzusichern.

Weitere Einrichtungen, wie Kindergarten, Sporthalle, Bücherei, Spieliothek und Jugend- und Seniorenräume runden heute das Gemeindezentrum Ellerhoop ab.

Ellerhoop mit seinen ca. 1350 Einwohner ist heute ein fortschrittliches DORF IM GRÜNEN mit hohem Wohn- und Freizeitwert und zahlreichen Vereinen und Verbänden. Das Angebot reicht von der Seniorenarbeit über sportliche Freizeit für Jedermann bis hin zur Jugendarbeit in der Turnerjugend und der Jugendfeuerwehr. Es gibt hier Einrichtungen wie Gemeindebüro mit Sitzungsraum, Schule, Sporthalle, Sportplatz und Kindergarten. Den Dorfmittelpunkt bilden aber ohne Zweifel der Kindergarten und die Grundschule mit ihren ca. 80 Schülerinnen und Schülern.

Der Veranstaltungskalender zeigt es: In Ellerhoop ist immer etwas los. Getragen wird das reichhaltige kulturelle Leben des Dorfes, zu dem auch das traditionelle Kinderfest und das jährliche Erntefest gehören, von den vielen Ellerhooper Vereinen. Dazu gehört auch die seit 1981 bestehende freundschaftliche Verbindung mit der Partnergemeinde Hurst Green in England und die Freundschaft mit den Gemeinden Zepelin und Ringingen.

Im Jahre 2006 errichtete die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein im Ortsteil Ellerhoop-Thiensen ein zentrales Schul- und Ausbildungszentrum für den Gartenbau.

Dem interessierten Heimatforscher steht die hervorragend gestaltete 320seitige Ellerhooper Ortschronik von Carsten Obst zur Verfügung, die für 20 EURO von der Gemeinde erworben werden kann.

 

 

 

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Stand: 30.3.2016